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Eichenprozessionsspinner - Bekämpfung

Obwohl die Behörden heute mit diversen Maßnahmen einem Befall von Eichen durch den EPS vorbeugen können, tritt der Schädling gerade in heißen Sommern immer wieder akut in Regionen auf, in denen er zuvor noch nicht oder nur selten gesichtet wurde. Nicht in jedem Fall ist es allerdings nötig, den Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea-processionea) zu bekämpfen. Das gilt insbesondere für wenig frequentierte Bereiche wie abgelegene Wälder und Naturgebiete.


Nimmt die Verbreitung jedoch überhand oder stellt die Nähe der Gespinstnester zu Wohngebieten und viel frequentierten öffentlichen Flächen ein zu hohes gesundheitliches Risiko für Menschen und Haustiere dar, empfiehlt es sich, geeignete Maßnahmen zur Eindämmung der Raupen zu ergreifen.

Warum ist eine Bekämpfung des EPS erforderlich?

Die Nachkommen des Eichenprozessionsspinners gelten als gefährlichste Schädlinge Deutschlands. Sie fressen nicht nur ganze Eichenbestände kahl, ihre Brennhaare können bei Menschen und Tieren auch allergieähnliche Symptome bis hin zum anaphylaktischen Schock auslösen. Ein Kontakt mit dem in den Härchen enthaltenen Nesselgift Thaumetopoein verursacht stark juckende Hautentzündungen, Schwindel und Fieber. Das Einatmen der Haare führt zu asthma-ähnlichen Anfällen mit Husten und Atemnot.


Da die Brennhaare Widerhaken besitzen, bleiben sie überall hängen. Deshalb ist es wichtig, die Raupe keinesfalls anzufassen und sich auch nicht in unmittelbarer Nähe aufzuhalten. Bei Hautkontakt empfiehlt es sich, sich sofort zu duschen und die Kleidung gründlich zu waschen.

Kann ich die Nester selbst beseitigen?

Aufgrund des hohen Gesundheitsrisikos ist dringend davon abzuraten, den EPS selbst zu bekämpfen. Überlassen Sie die Beseitigung der Raupen und Gespinstnester erfahrenen, staatlich anerkannten Schädlingsbekämpfern wie der Enviro Pest Control, sonst bringen Sie sich und andere Menschen sowie Haustiere in unnötige Gefahr.

Welche Bekämpfungsmethoden gibt es?

Zur Eindämmung des Eichenprozessionsspinners kommen sowohl prophylaktische als auch bekämpfende Maßnahmen zur Anwendung. 


Ob ein Eingreifen erforderlich ist und welche Bekämpfungsmethoden durchgeführt werden, richtet sich unter anderem nach diesen Kriterien:


  • Anzahl alter Nester aus dem vergangenen Herbst,
  • Problemmeldungen im letzten Jahr,
  • Auftreten in angrenzenden Regionen im letzten Jahr,
  • Bekämpfungsmethoden und -intensität im letzten Jahr,
  • Schmetterlingsfänge im letzten Jahr,
  • klimatische Bedingungen im April des aktuellen Jahres,
  • Beobachtungen von Raupen und Gespinstnestern in der aktuellen Saison,
  • Problemmeldungen in der aktuellen Saison.

Abhängig von den Ergebnissen des Beobachtungsprozesses und der Risiko-Analyse entscheiden die Behörden, was bei einem EPS-Befall zu tun ist.

Infrage kommen folgende Optionen:


  • nichts tun,
  • Öffentlichkeit warnen,
  • befallenes Gebiet absperren,
  • biologische Bekämpfung,
  • chemische Bekämpfung,
  • mechanische Bekämpfung (Absaugen),
  • thermische Bekämpfung (Abflammen),
  • Kombination mechanischer und thermischer Methoden.

1. Nichts tun

Handelt es sich um einen geringfügigen Befall in Arealen mit wenigen Menschen, genügen allgemeine Informationen auf permanenten Beschilderungen, wie sie beispielsweise an Eingängen von Wald- und Naturgebieten üblich sind. Zu berücksichtigen sind hierbei jedoch Erholungsgebiete, Fahrrad- und Wanderwege, Campingplätze und in diesem Gebiet stattfindende Veranstaltungen, die unter Umständen doch eine Bekämpfung erforderlich machen.

2. Öffentlichkeit warnen

Ist die Befallsstärke in Regionen mit relativ wenigen Menschen als mittelmäßig einzustufen, gebiet es die Sorgfaltspflicht, die unmittelbar Betroffenen und die Öffentlichkeit zu warnen, beispielsweise mit Warnschildern, über Webseiten oder durch eine Berichterstattung in regionalen Medien.

3. Befallenes Gebiet absperren

Bei stärkerem Befall empfiehlt es sich, betroffene Wald- und Naturgebiete vorübergehend abzusperren. Gleiches gilt für die Dauer von Bekämpfungsmaßnahmen. Zum Beispiel können Rad- und Wanderwege während der risikoreichsten Zeit umgeleitet werden.

4. Biologische Bekämpfung

Spritzbehandlungen mit Bakterienpräparaten werden während des zweiten bis dritten Larvenstadiums der Raupen von April bis Mai durchgeführt. Zwar lassen sich auch Raupen im vierten bis sechsten Stadium biologisch bekämpfen, allerdings reagieren sie weniger empfindlich gegen die Mittel, sodass diese nicht so effektiv wirken.


Zudem verbreiten sich durch das Spritzen die bereits zahlreich vorhandenen Brennhaare zusätzlich, weshalb sich die späte Spritzung nicht zur Eindämmung der gesundheitlichen Risiken eignet.


Eine weitere Möglichkeit, den EPS biologisch zu bekämpfen, ist der Einsatz insektenparasitärer Nematoden wie der Steinernema feltiae, die im gleichen Zeitraum durchgeführt wird. Diese Makroorganismen fallen nicht unter die Zulassungskriterien für Biozide und chemische Pflanzenschutzmittel. Sie töten die Raupen, indem sie durch deren Mund, Anus oder Luftlöcher eindringen. Um eine optimale Wirkung zu gewährleisten, müssen die Nematoden direkt auf die Larven oder in deren unmittelbare Nähe gebracht werden. Auch diese Methode wirkt bei älteren Raupen, allerdings wird von einem Einsatz in späteren Stadien abgeraten.

5. Chemische Bekämpfung

Die chemische Bekämpfung erfolgt im 1. und 2. Larvenstadium ab Anfang Mai. Besprüht wird mithilfe einer Gebläsesprühmaschine vom Boden aus oder aus der Luft per Hubschrauber. 


Die Enviro Pest Control verwendet für den Bodeneinsatz beispielsweise die VRP 1000, die City 460 oder Geräte der Linie Citizen des italienischen Herstellers Tifone. 


Mehr hierzu erfahren Sie auf dieser Seite (Verlinkung chemische Bekämpfung).

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6. Mechanische Bekämpfung

Eine mechanische Bekämpfung oder auch Akutbekämpfung durch Absaugen der Nester kann ab Juni durchgeführt werden. Da diese Methode, den Eichenprozessionsspinner zu bekämpfen, sehr aufwendig ist, sollte sie den Spezialisten vorbehalten bleiben. 


Das mechanische Entfernen der Nester und Raupen wird ab dem dritten Larvenstadium in Bereichen erforderlich, in denen sich regelmäßig viele Menschen aufhalten


Wie die Enviro Pest Control dabei vorgeht, erfahren Sie hier (Verlinkung mechanische Bekämpfung).

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7. Thermische Bekämpfung

Die thermische Bekämpfung des EPS ist nicht nur sehr arbeitsintensiv, sondern auch mit zahlreichen Nachteilen verbunden. Die dabei entstehenden Aufwinde wirbeln die Brennhaare auf und führen zu deren weiträumiger Verteilung.


Außerdem besteht das Risiko, dass durch die Hitze gesunde Baumsubstanz zerstört wird. In trockenen, warmen Sommern kommt überdies eine hohe Brandgefahr hinzu. Keinesfalls ist es ratsam den EPS eigenständig mit einem herkömmlichen Gasbrenner abzufackeln.


Professionelle Schädlingsbekämpfer wie die Enviro Pest Control verfügen über speziell ausgestattete Propanbrenner und das Know-how, die mit dem Abflammen verbundenen Gefahren gering zu halten.

8. Kombination mechanischer und thermischer Methoden

Ein wirksames Verfahren, um den EPS zu bekämpfen, ist das sogenannte Raupenkrematorium


Bei dieser Methode werden die Raupen in einen Verbrennungsofen eingesaugt und bei circa 600 °C mittels Infrarotstrahlung verbrannt


Da die Ascherückstände unter frei von schädlichen Brennhaaren sind, ist keine spezielle Müllbeseitigung erforderlich. Die Reste können von den Schädlingsbekämpfungsunternehmen zu genehmigten Müllkippen gebracht werden.